VW Des Kanzlers neuer (Volks-)Wagen

Gelüftet - Rekordzahlen und der Name des Top-Modells. In Dresden präsentiert der VW-Konzern zum ersten Mal die neue "Schröder-Sänfte".

Dresden/Braunschweig - Der Volkswagenkonzern hat die Gläserne Manufaktur am Dienstag in Dresden eingeweiht. Die neue Fabrik soll ein Zentrum für Fahrzeuge der gehobenen Klasse werden. So will VW im nächsten Jahr sein mit Spannung erwartetes neues Luxusmodell "Phaeton" in der Gläsernen Manufaktur herstellen - der Name Phaeton kommt aus der griechischen Mythologie und heißt "der Leuchtende". Das kündigte VW-Vorstandschef Ferdinand Piech während eines Festaktes in Anwesenheit von Bundeskanzler Gerhard Schröder an.

Das Fahrzeug, das bisher unter der Bezeichnung "D1" bekannt war, wird in einer sechs- und einer 12-Zylinder-Version angeboten. Später soll auch noch eine Zehn-Zylinder-Version mit einem Dieselmotor hergestellt werden.

Der fünf Meter lange und 1,89 Meter breite Phaeton soll mit dem Zehnzylinder-Antrieb als stärkster Serien-Diesel der Welt vom Band laufen. Alle Versionen werden über ein Vier-System-Luftfederungsfahrwerk mit einer stufenlos arbeitenden elektronischen Kennfeld-Dämpferregelung ausgestattet und, teilweise optional, mit Vierradantrieb.

Der "Phaeton" hat beim Genfer Automobilsalon im Frühjahr 2002 Weltpremiere. In Dresden plant VW auch die Produktion eines Geländewagens, der mit Porsche derzeit entwickelt wird. Er soll im Herbst nächsten Jahres gebaut werden.

Vergrößerter Weltmarktanteil

Bekannt wurde an diesem Dienstag ebenfalls, dass Volkswagen  nach eigenen Angaben trotz des schrumpfenden Weltmarktes seinen Absatz in diesem Jahr noch einmal steigern und das Rekordergebnis des Vorjahres von 5,06 Millionen Auslieferungen an Kunden übertreffen wird. Vertriebschef Robert Büchelhofer sagte der "Braunschweiger Zeitung", dass der Weltmarktanteil des Konzerns mit seinen acht Marken von 12,2 auf 12,5 Prozent steigen werde.

Für den rückläufigen deutschen Automarkt sei bemerkenswert, dass beim VW-Konzern in diesem Jahr das Geschäft mit Großkunden (Beschaffung ab fünf Fahrzeuge pro Jahr) stabil sei, während das Privatkundengeschäft zurückgehe, berichtete Büchelhofer. Unverändert stark sei der Trend zum Diesel-Fahrzeug, der Absatz von Benzinern schrumpfe.

Verwandte Artikel