Allianz Die Zeit ist noch nicht reif

Entgegen allen Gerüchten will der Konzern nun doch Dresdner Kleinwort Wasserstein behalten.

Frankfurt am Main - Die Allianz will an der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) festhalten. Die DrKW sei integraler Bestandteil der Allianz-Gruppe, sagte der Vorstandsvorsitzende Henning Schulte-Noelle am Montag auf einer Veranstaltung der amerikanischen Handelskammer.

Schulte-Noelle räumte aber ein, dass die Allianz ursprünglich eine Abspaltung der DrKW und einen Teilverkauf geplant hatte. Die Pläne hätten sich zwischenzeitlich aber geändert. Angesichts der Entwicklung an den Aktienmärkten sei die Entscheidung, DrKW mittelfristig doch nicht aus auszugliedern und an die Börse zu bringen, nachvollziehbar. DrKW ist eine Tochter der Dresdner Bank, die ihrerseits von der Allianz übernommen worden war.

"Zuviel Kleingeld"

Darüber hinaus erklärte Schulte-Noelle, dass die Allianz derzeit nicht an der Übernahme einer ausländischen Bank interessiert sei. "Es ist nicht unsere Absicht, in Italien, Frankreich oder anderswo eine Bank zu kaufen." Die erfordere "zuviel Kleingeld". In den USA wäre eine Banken-Übernahme wegen der Unterschiede der europäischen und amerikanischen Markstrukturen zudem "eine völlig unsinnige Maßnahme".

Die Integration der im Sommer übernommenen Dresdner Bank bezeichnete der Vorstandschef als "gut, planmäßig und zügig".

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