Pleitewelle Wie die Fliegen

Es werden immer mehr - 50.000 Unternehmen geben in diesem Jahr auf.

Frankfurt/Main - In Deutschland gehen immer mehr Firmen Pleite. Die Wirtschafsinformations-Gruppe Creditreform erwartet 32.000 bis 35.000 Unternehmensinsolvenzen, ein Anstieg von mehr als einem Viertel.

Für den Monat Juli meldete das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden einen Zuwachs um zwölf Prozent auf 2800 Fälle. 15.000 Personen verloren damit ihren Arbeitsplatz.

Im Laufe des Jahres habe es eine regelrechte Pleiteflut gegeben, erklärte Creditreform. Daher sei auch zu erwarten, dass deutlich mehr als 500.000 Beschäftigte wie im Jahr 2000 betroffen sein werden. Von Januar bis Ende Juni lag die Zahl nach Hochrechnung von Creditreform bei 250.000.

Pleite-Hochzeit während des ersten Halbjahrs

Die meisten Pleiten gab es zwischen Januar und Juli nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Baugewerbe (5533 Fälle), im Immobilien- und Grundstücksgewerbe (3795) sowie im Bereich Autohandel und -werkstätten (3547).

Verbraucher und Vereine einberechnet stellte das Statistische Bundesamt bis Ende Juli 29.000 Pleiten fest, davon 4200 im Juli. Bis Ende des Jahres erwartet Creditreform 48.000 bis 50.000 Fälle. Im vergangenen Jahr waren es 40.000.