Banken "Gewichtige Gründe"

Die Fusion der Hypotheken-Töchter könnte ein juristisches Nachspiel haben.

Frankfurt - Der geplante Zusammenschluss der Hypothekenbanken von Deutscher Bank , Dresdner Bank und Commerzbank  könnte manchen Kunden eine Möglichkeit zum Ausstieg aus ihren Kreditverträgen liefern. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine" (FAZ) in ihrer Donnerstagsausgabe unter Hinweis auf ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe.

Unter bestimmten Bedingungen gebe der geplante Zusammenschluss von Eurohypo, Deutscher Hyp und Rheinhyp ein Recht zur fristlosen Kündigung ohne Entschädigungspflicht, schreibt die FAZ.

Die Oberlandesrichter hätten entschieden, nach der Fusion zweier Banken könne ein Schuldner seinen langfristigen Kreditvertrag fristlos kündigen. Der Kunde müsse aber "gewichtige Gründe" dafür haben, dass nicht ein anderes Geldinstitut, das an dem Zusammenschluss beteiligt ist, in seinen Vertrag eintritt.

Ein Kunde könne das berechtigte Interesse haben, seine Geschäfte auf verschiedene Banken zu verteilen oder einer bestimmten Bank Informationen vorzuenthalten. Nach einer Fusion müsse daher eine fristlose Kündigung eines Kredits ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich sein.

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