Lufthansa Durststrecke

Mit einem massiven Sparprogramm will die Airline Entlassungen vermeiden. Konzernlenker Jürgen Weber fordert eine Vier-Tage-Woche. Auch im Service-Bereich wird voraussichtlich gekürzt.

Frankfurt am Main – Der Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa , Jürgen Weber, hat als Konsequenz auf den massiven Passagierrückgang nach den Terroranschlägen in den USA eine Vier-Tage-Woche für die Fluglinie gefordert. Deren Einführung hätte bei entsprechend reduziertem Einkommen den Vorteil, dass die Mitarbeiter ihren Job behielten und das Unternehmen am Ende der Krise die Kapazität schnell wieder hochfahren könne, sagte Weber der "Bild am Sonntag". Komme es nicht zu einer Einigung darüber, hieße dies "Kurzarbeit, Kündigungen, teure Sozialpläne".

Weber wurde mit den Worten zitiert: "Die Vier-Tage-Woche bei entsprechend reduziertem Einkommen hätte den Vorteil, dass die Mitarbeiter ihren Job behalten und das Unternehmen am Ende der Krise die Kapazität schnell wieder hochfahren kann." Die Lage sei derzeit noch schlimmer als zu Zeiten des Golfkriegs. In einigen Regionen sei das Passagieraufkommen um bis zu 30 Prozent gesunken. "Auch bei Lufthansa ist der Einbruch dramatisch."

Ein Unternehmenssprecher bestätigte auch einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", wonach unter anderem Dienstreisen und Seminare auf ein Minimum reduziert werden sollen, und - um teure Hotelübernachtungen und Mietzahlungen zu vermeiden – Veranstaltungen in das Lufthansa-Tagungszentrum in Seeheim bei Frankfurt verlegt werden sollen. Man gehe davon aus, dass sich dadurch Kosten in Höhe von mehreren Millionen Mark einsparen ließen, sagte der Sprecher.

Auch im Service-Bereich würden Einsparmöglichkeiten geprüft, ohne dass die Qualität für die Kunden leiden solle. So sollten unter anderem beim Bordverkauf zollfreier Waren nur noch zwei statt wie bisher drei Wagen eingesetzt. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete, in der Business Class fielen Cocktail-Snacks zum Aperitif auf Europaflügen künftig weg, in der Economy Class entfalle bei Interkontinentalflügen der Begrüßungsdrink.

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