Altersteilzeit "Die Kosten explodieren"

Handwerkspräsident fordert die Bundesregierung auf, Missbrauch zu unterbinden.

Berlin - Für eine Abschaffung der gesetzlichen Regelungen zur Altersteilzeit hat sich der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Dieter Philipp, ausgesprochen. Dies könne eventuell in Etappen erfolgen, sagte Philipp laut der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagsausgabe). Es dürfe nicht mehr hingenommen werden, "dass die Ausgaben zur Finanzierung der Frühverrentung über Altersteilzeit explodieren".

Die Altersteilzeit werde vornehmlich zum Personalabbau genutzt und belaste die Kassen der sozialen Sicherungssysteme und der Bundesanstalt für Arbeit dramatisch, sagte Philipp dem Bericht zufolge. Im laufenden Jahr würden Ausgaben von über 1,1 Milliarden Mark erwartet, doppelt so viel wie im Jahr 2000 mit 526 Millionen Mark. Dieses Geld müsse von den Beitragszahlern, also den Unternehmen und den Beschäftigten, berappt werden.

Philipp forderte die Bundesregierung auf, die Vereinbarungen der letzten Runde des Bündnisses für Arbeit umzusetzen. Dort sei vereinbart worden, ältere Arbeitnehmer länger im Berufsleben zu halten, anstatt sie über Altersteilzeit frühzeitig aufs Altenteil zu schieben. In den kommenden Jahren würden immer weniger junge Menschen in das Erwerbsleben nachrücken.

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