Deutsche Bank Arbeitsplätze auf der Kippe

Vorstandschef Rolf-E. Breuer schließt weitere Stellenstreichungen beim deutschen Branchenprimus nicht aus.

Berlin - Die geplante Zusammenlegung der Hypothekenbankentöchter der drei Frankfurter Großbanken hakt nach Angaben des Vorstandssprechers der Deutschen Bank AG, Rolf-E. Breuer, "noch an einer Anzahl von Fragen". Hierbei handele es sich nicht nur um Fragen der Bewertung, sondern auch um Fragen der Ausgestaltung, sagte Breuer am Mittwoch in Berlin.

Er glaube jedoch weiter an eine Einigung bis zum Jahresende. Breuer sagte, dass alle drei Institute mit unter 50 Prozent beteiligt sein würden. Eine Veräußerung von Anteilen über die Börse an weitere Eigner sei nicht vorgesehen.

Breuer sagte auch, dass es im Rahmen einer laufenden Restrukturierung "durchaus zu einem Abbau von Arbeitsplätzen kommen" könne, und zwar über die bereits geplante 2600 Stellen hinaus. Bei den möglicherweise wegfallenden Stellen handelt es sich laut Breuer um Stellen im Back-Office, aber auch im Investmentbanking seien Streichungen möglich.

In keinem Fall wolle die Deutsche Bank jedoch einen Stellenabbau auf Grund der Ereignisse des 11. September oder auf Grund der daraus resultierenden Reaktion an den Märkten vornehmen.

Breuer zeigte sich zuversichtlich, dass der Turnaround bei Scudder geschafft werde. Zu dem am 1. November anstehenden Quartalsergebnis der Deutschen Bank wollte er sich nicht näher äußern.