Opel Und noch ein Problem in Sicht

Fiat schwächelt. Die Allianz mit den Italienern stößt konzernintern auf harsche Kritik.

Berlin - Der Opel-Betriebsrat hat vor neuen Schwierigkeiten für den Autohersteller Opel gewarnt. "Die Allianz mit Fiat könnte sich zu einem Problem entwickeln", sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz der "Berliner Zeitung" (Donnerstag).

Fiat habe erhebliche Überkapazitäten und stehe unter Druck, Arbeitsplätze abzubauen. Der Opel-Vorstand werde daher sorgsam darauf achten müssen, dass "Fiat die Fertigung von Zubehörteilen nicht zu unseren Lasten verändert". Die bestehenden Verträge ständen grundsätzlich nicht zur Disposition.

In den Verhandlungen mit dem Opel-Vorstand über das Sanierungsprogramm Olympia will sich der Betriebsrat "zeitlich nicht unter Druck setzen" lassen. "Qualität muss vor Schnelligkeit gehen", sagte Franz. Derzeit sind die Verhandlungen unterbrochen, da der Betriebsrat in vielen Bereichen das Bedürfnis habe, vom Vorstand korrektere Informationen zu erhalten.

Sobald die Fragen beantwortet seien, könnten die Gespräche fortgesetzt werden. Der Betriebsratschef geht davon aus, dass in den nächsten zwei oder drei Monaten noch viel Detailarbeit am Sanierungsplan geleistet werden muss.

Opel gab im September bekannt durch seine Einkaufsallianz mit Fiat Auto höhere Einsparungen als erwartet erzielen. Die Allianz wurde im vergangenen Jahr geschlossen und erstreckt sich auf Europa und Lateinamerika. General Motors (Kurswerte anzeigen) und Fiat hatten gehofft, durch gemeinsamen Teile-Einkauf bis zu 500 Millionen Euro einzusparen.