Montag, 27. Mai 2019

Bankgesellschaft Berlin Ein dritter Interessent

Eine neue Investorengruppe aus den USA hat Interesse an einer Sanierung der Bank bekundet.

Berlin - Für die angeschlagene Bankgesellschaft Berlin gibt es einen dritten Übernahme-Interessenten. Nach dem kombinierten Angebot von Nord/LB und Sparkassen und dem der Investorengruppe um den US-Finanzier Christopher Flowers hat auch die internationale Beteiligungsgruppe Texas Pacific Kaufabsichten angemeldet. Eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen bestätigte am Dienstag, die Beteiligungsgruppe habe ihr Interesse bekundet. Zu Details wollte sie sich aber nicht äußern.

Das "Handelsblatt" berichtet unter Berufung auf Berliner Kreise, die Texas Pacific Group wolle die Bankgesellschaft, die durch riskante Immobiliengeschäfte in die Schieflage geraten war, in drei bis fünf Jahren sanieren. Dann könnten die Anteile schrittweise an der Börse verkauft werden. Alle Geschäftsfelder sollen so lange mit einem kleineren Personalstamm weiter geführt werden, der Standort Berlin soll erhalten bleiben.

Texas Pacific ist eine private Investorengruppe, die 1993 gegründet wurde. Unter anderem hat sie Büros in San Francisco und London. Sie verfügt über mehr als sieben Milliarden US-Dollar Eigenkapital und hält weltweit Beteiligungen an mehr als 40 Firmen der verschiedensten Branchen, unter anderem an Telenor Media, Ducati Motor, Piaggio, ON Semiconductor, Gemplus und Del Monte Foods.

So weit gediehen wie die beiden vorliegenden Angebote von Nord/LB und Sparkassenverband sowie der Flowers-Gruppe, die auch offiziell so genannt werden, ist der Vorstoß der Texas Pacific Group noch nicht. Offiziell ist es eine Interessenbekundung, über die weiter verhandelt wird.

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