Kamps Knäckebrot für Aktien

Der Nudelhersteller Barilla will sich mit 25 Prozent an dem Großbäcker beteiligen.

Hamburg - Im Gegenzug wollen die Italiener den Knäckebrot-Hersteller Wasa bei Kamps einbringen. Das berichtet das manager magazin in seiner am Freitag erscheinenden Oktober-Ausgabe. Ein Unternehmenssprecher auf Anfrage: "Dazu kann ich nichts sagen."

In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Gerüchte über einen Einstieg der Italiener bei der Kamps AG gegeben. Berichtet wurde, dass die Italiener über eine Zwischengesellschaft bereits Anteile übernommen hätten.

Kamps ist durch Großakquisitionen bei Fabrik-Backwaren, die über den Lebensmittelhandel vertrieben werden, stark verschuldet. Das ursprünglich auf Filialbäckereien konzentrierte Düsseldorfer Unternehmen hatte unter anderem die deutsche Wendeln-Gruppe für rund zwei Milliarden Mark übernommen. Nach den jüngsten Zahlen ist die Umsatzrendite von Kamps rückläufig. Da der Pro-Kopf-Verbrauch bei Brot in Deutschland stagniert, wäre eine europäische Allianz bei SB-Backwaren für die weitere regionale Expansion sinnvoll.

Das für seine gleichnamigen Nudeln bekannte Familienunternehmen Barilla erzielt mittlerweile 55 Prozent des Umsatzes mit Backwaren.

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