Bosch Mehr Konflikte als Synergien

Der Autozulieferer greift nach Buderus. Doch der Heiztechnik-Hersteller winkt ab.

Hamburg - Wie Buderus in einer Ad-hoc-Meldung bestätigte, haben beide Unternehmen auf Anregung von Bosch in den letzten Wochen eine Beteiligung von Bosch an Buderus und eine anschließende Zusammenführung der Aktivitäten im Bereich Heizungsprodukte geprüft.

Diese Prüfung sei mit unterschiedlichen Auffassungen beendet worden, so Buderus. Eine Beteiligung durch Bosch biete keine Vorteile für das Unternehmen und damit auch nicht für seine Aktionäre. Ein Zusammengehen der Bereiche beider Unternehmen würde überwiegend Konflikte verursachen, statt Synergien freizusetzen.

Maßgeblich für die Entscheidung von Buderus sei die Tatsache, dass beide Unternehmen sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle verfolgen. Während Buderus in erster Linie ihre Technologieführerschaft ausbauen will, versuche Bosch, Kostenführerschaft bei Massenprodukten zu erzielen.

Bosch: Nicht-Kfz-Bereiche aufwerten

Bosch hatte bereits im Juni mitgeteilt, sie suche nach Zukaufskandidaten, um ihre außerhalb des traditionellen Kfz-Bereichs liegenden Sparten aufzuwerten. Bosch erwartet nach früheren Angaben in diesem Jahr einen Anstieg des Gesamtumsatzes um gut zehn Prozent auf rund 35 Milliarden Euro. Der Umsatz des Kfz-Bereichs werde dabei voraussichtlich um sieben Prozent auf 24 Milliarden Euro steigen.

Buderus hatte 2000 einen Umsatz von 1,81 Milliarden Euro erzielt. Das Unternehmen aus Wetzlar wird von der Börse mit 1,37 Milliarden Euro bewertet.

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