Sega Ausgespielt

Der Produzent der "Dreamcast"-Konsole will angeblich alle Niederlassungen in Deutschland schließen.

Berlin - Die japanische Computer-Firma Sega plant offenbar, bis Ende des Jahres ihre Niederlassungen in Deutschland, Frankreich und Spanien schließen. Den meisten Mitarbeitern der betroffenen Vertriebe drohten Entlassungen, berichtete die Zeitschrift "Computer Bild Spiele" am Freitag vorab. Im Februar hatte Sega die Produktion der bekannten Spielekonsole "Dreamcast" eingestellt.

Dem Blatt zufolge waren die Verkaufszahlen von "Dreamcast" seit dem Start der neuen Konsole vor zwei Jahren weltweit hinter den Erwartungen des Unternehmens zurückgeblieben. Für eine Stellungnahme war am Freitagabend in der Zentrale der deutschen Sega-Tochter in Düsseldorf niemand zu erreichen.

Der weitere Vertrieb von Sega-Spielen werde aufgeteilt, berichtete das Blatt weiter. Demnach solle der japanische Elektrokonzern Sony, der die Spielekonsole "Playstation" herstellt, und die französische Firma Infogrames künftig die Distribution und das Marketing von Sega übernehmen.