Mobilcom Ehrgeizige Pläne

Die Büdelsdorfer haben es eilig. Als Erster wollen sie schon Mitte 2002 mit UMTS starten.

Hamburg/Büdelsdorf - Mobilcom-Chef Gerhard Schmid hält an seinem ehrgeizigem Plan fest, obwohl sich der Start des neuen Mobilfunkstandards weltweit verzögert. "Wir werden UMTS Mitte nächsten Jahres in Deutschland starten", sagte Schmid dem "Hamburger Abendblatt" (Freitagsausgabe).

Damit wäre Mobilcom aller Voraussicht nach das erste deutsche Unternehmen, das hier zu Lande UMTS anbietet. Die Zweifel von Experten, die mit einem Engpass von Handys zur UMTS-Einführung rechnen, teilt Schmid nicht: "Wir haben mit Ericsson und Nokia Rahmenverträge geschlossen, wonach uns Mitte 2002 bereits 500.000 Handys geliefert werden", sagte er.

Bei den ersten UMTS-Projekten in verschiedenen Ländern waren in letzter Zeit technische Probleme aufgetreten. Einige Telekommunikationskonzerne hatten daher angekündigt, den UMTS-Start zu verschieben.

Mobilcom hatte bei der UMTS-Versteigerung im vergangenen Sommer insgesamt 16,4 Milliarden Mark (8,38 Milliarden Euro) für die Lizenzen ausgegeben. Allein "35 Millionen Euro Kapitalkosten" müsse das Unternehmen jetzt monatlich tragen, um die Summe zu finanzieren, sagte Schmid.