Commerzbank Im Profil - Klaus-Peter Müller

Der Kommunikator:

Welch ein Kontrast zwischen neuem und altem Commerzbank-Chef. Erst der asketisch und reserviert wirkende Martin Kohlhaussen, jetzt das lebhafte Energiebündel Klaus-Peter Müller. Der Banker, der selbst beinahe Journalist geworden wäre, will offener und unverkrampfter mit Medien und Analysten umgehen. Die nötige Eloquenz, gepaart mit Selbstbewusstsein und rheinischem Frohsinn, bringt er allemal mit.

Der Beharrliche: Müller hat sein Handwerk gründlich gelernt. Ohne Studium schaffte er es in 35 Jahren bis an die Spitze. Eine seiner wichtigsten Leistungen: der Aufbau Ost der Commerzbank. Seine Einstellung zum Job: "Ich kombiniere rheinisches Naturell mit preußischem Pflichtbewusstsein."

Der Pragmatiker: Müller wird Gespür für das Machbare nachgesagt. Er sei, wiewohl Commerzbanker durch und durch, frei von Dogmen. Das gilt auch für die Selbstständigkeit der Bank. "Ob wir unabhängig bleiben, ist noch offen", sagt er. Beobachter glauben, Müller werde erst einmal versuchen, den Alleingang der Bank fortzusetzen. Falls er merken sollte, dass sie es nicht schafft, werde er wohl bereit sein, sie in eine Partnerschaft zu führen.


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Der neue Chef und sein schweres Erbe

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