Toyota/Peugeot Verbrauch und Kosten senken

Die Japaner und Franzosen wollen gemeinsam einen neuen Kleinwagen in Europa bauen.

Paris/Tokio - Die Konzerne bestätigten am Freitag, dass sie kurz vor einer Grundsatzvereinbarung zur Entwicklung und Produktion eines Kleinwagens für den europäischen Markt stünden. Es sei ein gemeinsames Werk geplant, dessen Standort noch offen sei. Medienberichten zufolge ist die Produktion von jährlich rund 300.000 Autos ab etwa 2004 geplant.

Eine Grundsatzvereinbarung soll am 12. Juli in Brüssel von den beiden Konzernchefs, Jean-Martin Folz von PSA Peugeot Citroen und Fujio Cho von Toyota Motor Corporation, unterzeichnet werden. Der neue Kleinwagen soll preislich günstiger liegen als die derzeit auf dem Markt befindlichen Modelle und weniger Benzin verbrauchen. Als Gründe für die gemeinsame Produktion wurden das deutliche Absatzwachstum auf dem Kleinwagen-Sektor und die immensen Kosten genannt, derartige Autos zu entwickeln. Nähere Einzelheiten zu den Plänen sollen in Brüssel bekannt gegeben werden.

Berichte, wonach das neue Werk in Osteuropa und dort voraussichtlich in Polen entstehen soll, wollte ein PSA-Sprecher in Paris nicht bestätigen. "Die Standortwahl ist noch offen", sagte er. Informationen aus Tokio zufolge soll der Preis für den neuen Kleinwagen zwischen 6000 und 8000 Euro liegen.

PSA Peugeot Citroen ist nach Volkswagen der zweitgrößte europäische Automobilhersteller. Die PSA-Aktien zogen an der Pariser Börse zwischenzeitlich um 1,4 Prozent auf 319,50 Euro an. Spätestens 2004 will der Konzern 3,5 Millionen Fahrzeuge verkaufen. In vergangenen Jahren waren es rund 2,8 Millionen. Der zu den weltgrößten Autoherstellern zählende Toyota-Konzern hatte erst im Januar eine neue Fabrik in Frankreich eröffnet. Dort wird der Kleinwagen Yaris gebaut, von dem mittelfristig jährlich 150.000 Autos verkauft werden sollen.

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