Bankgesellschaft Berlin Der Fall Landowsky

Dem ehemaligen Fraktionschef der Berliner CDU und Vorstandschef der Berlin Hyp wird die Abfindung gestrichen. Außerdem drohen ihm Regressansprüche.

Berlin - Der Aufsichtsrat der Berlin Hyp hat nach Informationen der "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe) die Vertragsverhältnisse mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Klaus Landowsky, dessen früherem Vertreter Jürgen Noack und dem Ex-Vorstandsmitglied Gerd-Ulrich Blümel fristlos gekündigt. Alle drei Manager befinden sich nicht mehr im Amt. Landowsky und Noack hatten ihre Funktionen zuvor selbst niedergelegt, Blümel war vom Aufsichtsrat abberufen worden. Mit der nun nachgeschobenen fristlosen Kündigung wird dem Bericht zufolge der "goldene Handschlag" unwirksam, den der Ex-CDU-Fraktionsvorsitzende Landowsky bei seinem Rücktritt mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Berlin Hyp, Bankgesellschaft-Chef Wolfgang Rupf, ausgehandelt hatte. In dieser Vereinbarung waren Landowsky von der Bank für die nächsten beiden Jahre Bezüge von gut 0,7 Millionen Mark jährlich sowie anschließende Ruhestandsbezüge von rund 0,35 Millionen Mark pro Jahr zugestanden worden.

Zudem sollten mit den fristlosen Kündigungen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass der angeschlagene Bankkonzern im Falle nachweisbarer Rechtsverstöße Regressansprüche gegen die ehemaligen Manager geltend machen kann, schreibt die Zeitung, ohne jedoch Quellen zu nennen. Auf Anfrage hätten sich weder die Berlin Hyp noch der Mutterkonzern Bankgesellschaft Berlin zu den Beschlüssen des Berlin-Hyp-Aufsichtsrates äußern wollen.

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