DaimlerChrysler "Wir stehen zu unseren Zahlen"

Dieter Zetsche will mit Chrysler schon in zwei Jahren Milliardengewinne einfahren.

Hamburg - Der von Jürgen Schrempp als Feuerwehrmann nach Detroit geschickte Zetsche ist für die Zukunft der amerikanischen Tochter sehr optimistisch. "Die Zuversicht ist heute größer als bei der Verkündung, dass wir den Plan erfüllen", hält der Chrysler-Chef in einem Interview mit der "Welt" (Freitagausgabe) ein ausgeglichenes Ergebnis in 2002 und rund zwei Milliarden Dollar Gewinn in 2003 für möglich. Außerdem will er allein im laufenden Jahr mindestens 2,1 Milliarden Dollar einsparen.

Die damalige Entscheidung, mit Chrysler zu fusionieren, hält Zetsche auch nach seinem vertieften Blick in die Chrysler-Welt für richtig. "Die Fusion macht heute mehr Sinn als je zuvor, auch wenn Chrysler gerade eine Schwächephase durchläuft", lässt sich der Manager nicht entmutigen.

Zur Produktstrategie sagte Zetsche: "Gemeinsame Plattformen zwischen Mercedes und Chrysler sind nicht vorstellbar, sehr wohl aber die gemeinsame Nutzung von individuell auf die Marken abgestimmten Komponenten und die Koordination der technologischen Prozesse."

Seine eigene Rolle bei der Sanierung will Zetsche nicht überbewerten. Einige Medien hatten ihn schon als den "Helden von Detroit" gefeiert. "Mein Rezept besteht darin, offen und direkt mit allen Partnern zu kommunizieren", gibt er sich gegenüber der "Welt" bescheiden.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.