MAN Stellenstreichung

Der Fusion mit dem Bus-Hersteller Auwärter fallen Stellen zum Opfer. Betroffen ist Berlin.

München - 300 Arbeitsplätze sollen bei Neoplan - der Omnibus-Marke von Auwärter - abgebaut werden. Derzeit werde mit dem Betriebsrat über ein sozialverträgliches Vorgehen gesprochen, teilte die MAN Nutzfahrzeuge AG, München, am Freitag mit.

Die Umwandlung des Werks Berlin-Spandau in einen reinen Service- und Reparatur-Betrieb sei allerdings schon von Auwärter geplant gewesen. Die EU-Kommission hatte die Übernahme von Neoplan durch MAN am Mittwoch genehmigt. Durch die Fusion entsteht der drittgrößte Bushersteller Europas.

Durch den Zusammenschluss gebe es eine Reihe von Einsparmöglichkeiten, sagte MAN-Nutzfahrzeuge-Chef Hakan Samuelsson. "Neue Produkte werden auf gemeinsamen Plattformen basieren, wir werden uns im Einkauf zusammenlegen und einen effizienten Fertigungsverbund aufbauen."

In Berlin solle bei den Stellenstreichungen umzugswilligen Facharbeitern wenn möglich ein Beschäftigungsangebot für die Werke Plauen und Pilsting gemacht werden, hieß es. Auch der Betrieb Ehrenhain, Thüringen, in dem derzeit noch produziert wird, solle künftig als Gebrauchtwagen- und Service-Stützpunkt geführt werden.

Darüber hinaus werde hier eine Partnerschaft mit einem Zulieferer angestrebt, der weiterhin die Sitze für die Neoplan-Busse herstellen soll. Wie viele Arbeitsplätze von der Umstrukturierung in Ehrenhain betroffen sind, konnte ein MAN-Sprecher auf Anfrage nicht sagen. Die Kartell-Entscheidung sei noch zu frisch. Bei Neoplan sind derzeit 2140 Mitarbeiter beschäftigt.

MAN und Neoplan bauen nach eigenen Angaben gemeinsam 7300 Busse und Bus-Chassis im Jahr und erzielen in dieser Sparte einen Umsatz von 2,5 Milliarden Mark (1,28 Milliarden Euro).

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