DaimlerChrysler Zetsche statt Schrempp?

Schon wieder Gerüchte um Konzernchef Jürgen Schrempp. Der "Platow-Brief" will erfahren haben, dass die Deutsche Bank auf seine Ablösung drängt. Die Zentralen versuchen, mit Dementis die Lage zu beruhigen.

Frankfurt - Laut "Platow-Brief" (Freitagsausgabe) deuten Anzeichen darauf hin, dass der umstrittene Konzernlenker Jürgen Schrempp von Chrysler-Sanierer Dieter Zetsche abgelöst werden soll.

Treibende Kraft ist angeblich die Deutsche Bank, die mit ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden Hilmar Kopper auch bei den Stuttgartern den obersten Aufseher stellt. Dem Frankfurter Geldkonzern, der mit einem Anteil von rund zwölf Prozent der größte DaimlerChrysler-Aktionär ist, dürfte vor allem die schlechte Wertentwicklung seines Investments missfallen.

"Zu Gerüchten nehmen wir grundsätzlich keine Stellung", kommentierte am Donnerstagabend ein Sprecher von DaimlerChrysler den Vorabbericht des Wirtschafts-Newsletters.

Später hieß es aus der Stuttgarter Zentrale zum angeblichen Führungswechsel: "Diese Frage steht für lange Zeit nicht an." Mehr gebe es nicht dazu zu sagen.

Deutsche Bank-Sprecher Detlev Rahmsdorf sagte am Abend, die Geschichte sei völlig frei erfunden. "Da ist überhaupt nichts dran". Aufsichtsratschef Kopper war für ein Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.

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