Debis Air-Finance Auf Käufersuche

Geldbeschaffung auf Schwäbisch. DaimlerChrysler will sich von der Leasinggesellschaft trennen.

Hamburg - DaimlerChrysler will offenbar seine Anteile an der Flugzeugleasinggesellschaft Debis Air-Finance verkaufen, um Geld herein zu bekommen. Das berichtete die "Financial Times Deutschland" in ihrer Mittwochausgabe mit Bezug auf die britische "Financial Times", die sich auf verhandlungsnahe Kreise beruft.

Das Unternehmen soll demnach das Investmenthaus Goldman Sachs beauftragt haben, einen Käufer zu finden, heißt es. Weder DaimlerChrysler noch Goldman Sachs seien zu einer Stellungnahme bereit gewesen. Der mögliche Verkauf würde nach Angaben der Zeitung in die Langzeitstrategie des Automobilkonzerns passen, sich auf das Autogeschäft zu konzentrieren und Nebengeschäfte aufzugeben.

Daimler und seine Tochter Daimler Aerospace seien zusammen zu 45 Prozent an Debis beteiligt. Die übrigen Anteile halten den Angaben zufolge zu gleichen Teilen die HypoVereinsbank, die Dresdner Bank und die Bayerische Landesbank. Nach Informationen aus Bankkreisen müssen die anderen Anteilseigner noch entscheiden, ob sie ihre Beteiligungen ebenfalls verkaufen, schreibt das Blatt. Mit dem Deal ginge der rasche Konzentrationsprozess in der Flugzeugleasingbranche weiter.