General Electric Leidensverlängerung

Obwohl die EU die Nachbesserungs-Frist verlängert, winkt Jack Welch schon ab.

Brüssel - Nach Ablauf der Erklärungsfrist hat die EU-Kommission dem Elektronikkonzern General Electric (GE) und dem Luftfahrt- und Chemiekonzern Honeywell noch eine "begrenzte Möglichkeit" zur Nachbesserung ihrer Zugeständnisse für die geplante Fusion eingeräumt. Das erklärte am Freitag EU-Kommissionssprecherin Amelia Torres. GE-Chef Jack Welch hatte am Donnerstag erklärt, er sehe wenig Chancen für eine Zustimmung der EU zu der Fusion. Die von der EU geforderten Zugeständnisse gingen über die Schmerzgrenze hinaus.

Durch die im Oktober beschlossene Übernahme von Honeywell durch GE soll einer der größten Konzerne der Welt auf den Gebieten Luftfahrt, Kraftwerks- und Turbinenbau sowie Kunststoffherstellung und Chemie entstehen. Der neue Superkonzern braucht die Zustimmung der EU-Kartellwächter, um auf dem europäischen Markt tätig werden zu können. Die Frist für das Angebot neuer Zugeständnisse lief eigentlich am Donnerstag um Mitternacht ab. Die Entscheidung der EU soll bis zum 12. Juli fallen.

Welch zufolge überreichte sein Unternehmen EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti ein endgültiges Paket von Konzessionen, zu denen der Konzern bereit sei. Dazu gehört der Verkauf von Geschäftsbereichen im Wert von 2,2 Milliarden Dollar (2,59 Milliarden Euro) in Honeywells Luft- und Raumfahrtsektor. Nach Angaben von GE-Sprecher Gary Sheffer handelte es sich dabei um das "letzte Angebot". Monti äußerte Bedauern über diese Haltung.

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