EU/USA Der jeweils beste Kunde

Auch wenn die Wogen etwas hoch schlagen, ein Handelskrieg droht noch nicht.

Berlin - Der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels, Anton Börner, sieht trotz der Kritik von US-Präsident George W. Bush an den europäischen Subventionen in der Stahlindustrie keine Gefahr für einen Handelskonflikt. Im Zusammenhang mit dem jüngsten Treffen zwischen Bush und den europäischen Staats- und Regierungschefs äußerte sich Börner zufrieden mit dem Anstieg der europäischen Exporte in die USA.

Im Deutschlandradio Berlin sagte Börner am Freitag: "Wenn man die Zahlen oder einfach die Fakten sieht, dann muss man einfach sagen, dass die EU für die USA und diese umgekehrt auch für die EU der jeweils größte Kunde ist." Niemand wolle Streit anfangen. Kleinere wirtschaftliche Interessenkonflikte seien dagegen zwischen Handelspartnern üblich und bedürften keiner Klärung auf höchster politischer Ebene.

Bedenklich sei allerdings, so Börner, die mangelnde Bereitschaft der USA an Direktinvestitionen in Deutschland. Grund dafür sei die Überregulierung des Arbeitsmarktes, der den Anforderungen der Globalisierung nicht genüge. Nur die Deregulierung des Arbeitsmarktes biete die Chance, amerikanische Investoren anzulocken und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Großbritannien und die skandinavischen Länder könnten dabei als Vorbilder dienen, sagte Börner.

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