SEB More than a Flirt?

Nach der Übernahme der BfG-Bank liebäugeln die Schweden jetzt mit der Bankgesellschaft Berlin. Vielleicht wird Sir Peter Ustinov (Foto) bald auch für die Hauptstädter die Werbetrommel rühren.

Berlin - "Unser Ziel ist es, den Marktanteil in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent zu steigern", kündigte SEB-Deutschland-Chef Lars Lundquist in einem Interview mit der Berliner Zeitung (Freitagausgabe) an. Dazu solle vor allem das Internet-Banking weiter strategisch ausgebaut werden, erklärte Lundquist weiter. Derzeit liege der Marktanteil seines Instituts hier zu Lande bei rund einem Prozent. Geplant sei auch eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Versicherungskonzern Gerling. Der deutsche Markt sei "der interessanteste und größte in Europa".

Weitere Akquisitionen in Deutschland seien zunächst nicht geplant. Allerdings bezeichnete Lundquist die Bankgesellschaft Berlin, für die dringend Investoren gesucht werden, als "sehr gute Bank, die in vielen Bereichen ein sehr gutes Geschäft" mache, aber unglücklicherweise "durch einzelne Bereiche in Schwierigkeiten geraten" sei.

Die aufwendige Image-Kampagne mit Peter Ustinov ("More than a bank") als Zugpferd bezeichnete Lundquist als großen Erfolg: "Nach vier Wochen kannten bereits 15 Prozent der Deutschen den neuen Firmennamen SEB. Wir sind also sehr zufrieden mit der Wirkung der Kampagne", so Lundquist. In den ersten drei Jahren stehe insgesamt ein Werbebudget von rund 100 Millionen Euro zur Verfügung, um die Marke SEB zu etablieren.

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