Polaroid Abschiedsfoto für 2.000 Mitarbeiter

Der Konzern kommt nicht aus der Krise. Ein Viertel der Belegschaft muss gehen.

Cambridge/Massachusetts - Polaroid hat mit seinen jüngsten Restrukturierungsplänen die Fachleute offenbar nicht überzeugt. Am Mittwoch hatte das US-Unternehmen angekündigt, in den kommenden 18 Monaten 2.000 seiner insgesamt 8.000 Arbeitsplätze abzubauen; dennoch gehörte die Aktie am Donnerstag-Abend zu den stärksten Verlierern unter den großen Werten der New Yorker Börse. Zwei Stunden vor Handelsende notierte das Papier mit einem Minus von fast zehn Prozent.

Begründet wurden die Entlassungspläne mit dem Rückgang im Sofort-Bild-Geschäft. Zudem kündigte Polaroid an, dass für das zweite Quartal mit einem operativen Verlust ohne einmalige Sonderposten in Höhe des ersten Quartals zu rechnen sei.

Durch die geplanten Maßnahmen werden nach Angaben des Vorstands bis Ende 2003 Einsparungen von 175 bis 200 Millionen Dollar pro Jahr erwartet. Die Aufwendungen für die Umstrukturierung werden mit 150 bis 175 Millionen Dollar veranschlagt. Diese sollen im laufenden und kommenden Jahr bilanziert werden, hieß es.

Neben den Stellenstreichungen sei auch eine Neuaufstellung der weltweiten Geschäfte geplant. Die Restrukturierung betreffe alle Geschäfte weltweit, hieß es. Bereits im Februar hatte das Unternehmen die Stellenstreichungen angekündigt. Den jüngsten Abbau mitgerechnet würde der Konzern damit bis Ende 2002 nur noch rund 5.500 Mitarbeiter beschäftigen, hieß es.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.