Berlin "Katastrophe für Berlin"

Ex-BDI-Chef Henkel warnt die Hauptstädter vor einem Bürgermeister Gregor Gysi.

Berlin - Zwei Tage vor der geplanten Wahl des neuen rot-grünen Übergangssenats in Berlin sind wichtige Personalfragen weiter offen. Ungeachtet dessen werden SPD und Grüne am Donnerstagmittag im Abgeordnetenhaus das parlamentarische Verfahren zur Abwahl des bisherigen Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU) einleiten. Inzwischen mehrten sich Stimmen aus der Wirtschaft, die vor einer Zusammenarbeit mit der PDS warnten.

Nachdem sich SPD und Grüne am Mittwoch auf die Grundlagen ihrer Zusammenarbeit bis zu den Neuwahlen im Herbst einigten, muss nun noch die Besetzung zweier wichtiger Kernressorts geklärt werden. Offen ist bisher, wer das Wirtschaftsressort und wer das Finanzressort führen soll. Fest steht, dass SPD-Fraktionschef Klaus Wowereit neuer Regierender Bürgermeister werden soll.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, Ludwig Georg Braun, sagte, die SED-Nachfolgepartei bleibe trotz gegenteiliger Beteuerungen sozialistischen Denkmustern verhaftet. Eine PDS-Regierungsbeteiligung bedeute eine Belastung für die Wirtschaft.

Der frühere Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, sagte im ZDF-"Morgenmagazin", sollte der PDS-Spitzenpolitiker Gregor Gysi jemals das Amt des Berliner Regierenden Bürgermeisters übernehmen, wäre das eine "Katastrophe".

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