IBM Immer schneller

Der Computerriese stellt eine neue Chip-Technologie vor. Mobile Geräte werden schneller.

Stuttgart - IBM-Forscher fanden einen Weg, Microchips ohne wesentliche Veränderungen in der industriellen Produktion um rund ein Drittel schneller zu machen. Das Silizium als Schlüsselmaterial der Computerbausteine werde dabei chemisch ausgedehnt, so dass sich der Elektronenfluss durch die Transistoren beschleunigt, teilte das Unternehmen am späten Donnerstag mit.

Die Technologie könne bereits 2003 produktionsreif sein und künftig vor allem mobile Geräte deutlich schneller und stromsparender machen.

"Es handelt sich dabei um ein rein chemisches Verfahren, das in der industriellen Produktion der Chips keine großen Veränderungen erfordert", sagte Michael Kieß von IBM. Die neue Technologie mache sich die naturgemäße Tendenz von Atomen zu Nutze, sich zueinander auszurichten.

Wenn eine Silizium-Schicht auf ein Trägermaterial mit geringerer atomarer Dichte aufgebracht werde, so dehne sich die Dichte des Siliziums ebenfalls aus. In diesem Zustand treffen die Elektronen auf weniger Widerstand und fließen so um bis zu 70 Prozent schneller. Die Geschwindigkeit der Chips erhöhe sich dabei bis zu 35 Prozent.

Forscher in aller Welt arbeiten seit Jahren an der stetigen Miniaturisierung der kleinen Computerbausteine. Dabei gelingt es ihnen nach dem so genannten Moorschen Gesetz, alle 18 Monate die Anzahl der Transistoren auf einem Chip zu verdoppeln. Die Hersteller bewegen sich bereits in der Größenordnung von Atomen und stoßen immer häufiger auf Grenzen der Miniaturisierung.

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