DuPont Mega-Deal

Der Konzern verkauft seine Pharmasparte an Bristol-Myers. Bayer und Novartis haben das Nachsehen.

New York - Das US-Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb muss 7,8 Milliarden Dollar zahlen. Die Transaktion solle im vierten Quartal 2001 abgeschlossen werden, teilte DuPont am späten Donnerstag mit. Das Geschäft müsse aber noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

Zuletzt hatte es noch geheißen, neben Bristol-Myers habe auch die Bayer AG gute Karten. Auch der Schweizer Pharmakonzern Novartis wurde in Zeitungsberichten zu den Bewerbern um die Pharmasparte gezählt.

Bristol-Myers Squibb teilte mit, sie erwarte, dass die DuPont-Pharmasparte ab 2003 den Gewinn des Unternehmens steigern werde. Im Jahr 2002 könnte allerdings die Übernahme den Gewinn etwas belasten.

Am Mittwoch hatte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise berichtet, dass Bristol-Myers Squibb und DuPont exklusive Kaufverhandlungen über die DuPont-Pharmasparte aufgenommen hätten.

DuPont konzentriert sich auf Kerngeschäft

DuPont ist der größte Chemiekonzern der Welt. Er hatte im Dezember erklärt, im Zuge der angestrebten Konzentration auf das Kerngeschäft den Verkauf seiner Pharmatochter zu erwägen.

Im April kündigte der Konzern die Streichung von etwa 4000 Stellen - etwa vier Prozent der Belegschaft - und die Schließung von einigen Werken an. Als Grund wurde der schwache US-Textilmarkt angegeben. DuPont ist auf dem weltweiten Pharmamarkt nur ein relativ kleiner Mitspieler.

DuPont schlossen am Donnerstag an der Wall Street um 1,06 Prozent höher auf 46,83 Dollar. Bristol-Myers verteuerten sich um 0,14 Prozent auf 56,68 Dollar.

Der Kurs der Bayer-Aktie war schon vor der DuPont-Mitteilung kräftig gestiegen. Analysten begründeten die Entwicklung, dass der Konzern wahrscheinlich doch nicht die DuPont-Pharmasparte kaufen werde. Bayer schlossen um 1,71 Prozent fester auf 47,05 Euro.

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