Deutsche Bank Stets zu Diensten

Die Frankfurter sind angeblich als "Parkbank" beim EdF-Montedison-Deal dabei.

Hamburg - Die Deutsche Bank hat sich laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) beim Kauf von Aktien des italienischen Mischkonzerns Montedison durch den französischen Strommonopolisten Electricite de France (EdF) engagiert. Mit dem Geschäft vertraute Personen haben den Angaben zufolge bestätigt, dass EdF vor gut einem Monat 3,14 Prozent seiner Montedison-Papiere an die Deutsche Bank verkauft hat. Weder EdF noch die Deutsche Bank, die den französischen Konzern berät, seien zu einer Stellungnahme bereit gewesen, berichtet die Wirtschaftszeitung.

Durch den Handel habe der Energiekonzern seinen Einfluss auf das italienische Unternehmen auf den geforderten 20 Prozent Anteil begrenzt, grundsätzlich aber weiterhin Zugang zu mindestens 23,14 Prozent der Aktien, schreibt das Blatt. Unklar sei, ob EdF über weitere Kanäle Zugriff auf nahezu 30 Prozent der Montedison-Aktien habe. Oberhalb dieser Grenze müssten die Franzosen ein Übernahmeangebot für die gesamte Gruppe abgeben, hieß es.

Montedison kontrolliert die Versorgungsunternehmen Edison und Sondel. Aus italienischer Sicht strebe EdF über Montedison an, wesentliche Teile des zur Privatisierung anstehenden Energiesektors zu übernehmen, schreibt die FTD. Die französische Regierung hatte angeordnet, dass EdF maximal 20 Prozent an Montedison halten dürfe. Die italienische Regierung bestimmte per Dekret, dass der EdF-Anteil auf zwei Prozent des Grundkapitals beschränkt bleiben muss.

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