Ericsson 4000 Arbeitsplätze weniger

Der Konzern streicht Stellen im Stammland - 4,3 Milliarden Mark weniger fließen aus der Kasse.

Stockholm - Der Telekommunikations-Ausrüster Ericsson wird Stellen in seinem Stammland Schweden abbauen, um sich den "Erfordernissen des schwedischen Marktes" anzupassen, teilte der Konzern am Freitag in Stockholm mit. 4000 Berater würden entlassen. Ericsson wolle durch den Stellenabbau, der Teil eines Rationalisierungsprogramms sei, 20 Milliarden schwedische Kronen (rund 4,3 Milliarden Mark) im Jahr einsparen. Die Kosten müssten sich der schwächeren Weltkonjunktur anpassen, hieß es weiter.

Ericsson leidet wie zahlreiche andere Telekom-Konzerne unter dem starken Rückgang des weltweiten Handy-Verkaufs. Das Unternehmen hatte bereits vor Monaten den Abbau von 3000 Stellen in der Produktion bekannt gegeben.

Die Schweden haben die Produktion ihrer Handys zu Flextronics nach Singapur ausgelagert und ein Joint Venture mit dem japanischen Konzern Sony gegründet, um bei Mobilfunkaktivitäten zusammenzuarbeiten. Analysten und Marktbeobachter schätzten den geplanten Stellenabbau bei Ericsson schon im April auf bis zu 30.000. Ericsson äußerte sich damals nicht dazu.

Der Konzern blickt auf eine 125-jährige Geschichte zurück und beschäftigt weltweit 105.000 Mitarbeiter. In Deutschland arbeiten rund 3000 für ihn.

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