Bertelsmann "Die Gespräche laufen gut"

Das Verwirrspiel um die Fusion mit dem britischen Musikkonzern EMI geht weiter.

Gütersloh - Die Bertelsmann AG hat einen Pressebericht dementiert, wonach der britische Musikkonzern EMI Group PLC den Abbruch der Fusionsgepräche mit der Bertelsmann Music Group (BMG) erwäge. Der "Daily Telegraph" hatte geschrieben, EMI-Chef Eric Nicoli stehe kurz davor, die Verhandlungen aufzugeben.

Bei Bertelsmann hieß es unterdessen, zwischen BMG und EMI liefen die Gespräche gut. Die zentralen Hindernisse seien bereits genommen, nun müssten sich beide Unternehmen überlegen, wie sie den Deal den Brüsseler Wettbewerbshütern schmackhaft machen könnten.

Probleme in Brüssel

Das EU-Kartellamt verlangt, dass nach einer Fusion der beiden Musik-Riesen noch fünf große Unternehmen in der Branche übrig sind. Daher habe der vorgeschlagene Deal dieselben Schwierigkeiten in Brüssel, wie der anvisierte Zusammenschluss von Time Warner und EMI vor zwei Jahren.

BMG und EMI versuchten vor der EU Kommission den Beweis anzutreten, dass diese Sorgen angesichts einer veränderten Marktes nicht länger nötig seien. Die Kommission verlange mehrere Verkäufe von den beiden Unternehmen, sagten verhandlungsnahe Quellen. Bertelsmann fürchte daher, dass solche Verkäufe die Fusion sinnlos machen könnte.

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