UMTS Zum Schrecken der Analysten

Japans Telefongesellschaft NTT Docomo verschiebt die Einführung des neuen Standards.

Tokio - Analysten befürchten nun eine Kettenreaktion für die gesamte Branche. Zunächst wurde der 1. Oktober als neuer Starttermin für den multimediafähigen Mobilfunkstandard festgelegt. Gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan verliert der japanische Telefonriese damit vier Monate. Es müsse zunächst noch weiter getestet werden, um eine vollständige Stabilität der Netzwerktechnologie gewährleisten zu können.

"Es kann sein, dass sich durch den Aufschub auch der Start der UMTS-Dienste weltweit verzögert", sagte Motoharu Sone, Analyst bei Tsubasa Securities. Dadurch würden sich auch die getätigten Investitionen langsamer amortisieren.

Allein für die UMTS-Lizenzen hatten die Unternehmen in Europa insgesamt weit mehr als 200 Milliarden Mark bezahlt und dies zum Teil über Kredite finanziert. Die Firmen in Europa beobachten die UMTS-Einführung von NTT Docomo intensiv, um von deren Erfahrungen mit der Technologie und den Verdienstmöglichkeiten zu profitieren.

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