WCM Auf Beutezug

Nach Klöckner hat die Beteiligungs-Gesellschaft den nächsten Übernahmekandidaten im Visier.

Frankfurt - Bereits in den nächsten zwölf Monaten soll eine weitere börsennotierte Gesellschaft erworben werden, kündigte Vorstandsmitglied Roland Flach am Dienstag an. Einzelheiten wollte er dazu allerdings nicht nennen. Für die Transaktion stünden rund 1,5 Milliarden Mark sowie der Einsatz eigener Aktien zur Verfügung.

Gegenwärtig werden vom Vorstand rund 25 der 100 börsennotierten Dax-Gesellschaften unter die Lupe genommen. Wichtigstes Kriterium sei dabei, dass ein Übernahmekandidat bundesweit bekannt und an der Börse unterbewertet sei, betonte Flach. Gerüchte über ein Interesse an der ehemaligen Metallgesellschaft - MG Technologies - wollte der Vorstand nicht kommentieren.

Die jüngste spektakuläre Übernahme waren die Klöckner-Werke, an der WCM nun 82 Prozent der Aktien hält. Der Duisburger Maschinenbaukonzern soll in mehrere Teile zerlegt werden. Erst nach einer genauen Prüfung des Konzerns werde entschieden, welche Teile WCM behält oder an Interessenten verkauft.

WCM, zu 55 Prozent im Besitz der Familie Ehlerding, konnte im Geschäftsjahr 2000 einen Konzerngewinn vor Steuern von 153 (Vorjahr: 223) Millionen Euro erzielen. Als Gewinnbeteiligung erhalten die Anteilseigner für drei Aktien eine Gratisaktie. Für 2001 wird ein Gewinn vor Steuern von mehr als 400 Millionen Euro angepeilt, wobei gut 200 Millionen Euro aus dem Klöckner-Engagement erwartet werden.

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