E.on Lösung in Sicht

Der Streit um den Berliner Versorger Bewag könnte bis zum Ende des Monats endgültig beigelegt sein.

München/Berlin - Die E.on Energie AG habe unter Einbeziehung des Schiedsgerichts gemeinsam mit der Mirant Corporation, Atlanta, und der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG (HEW) einen Vergleich geschlossen, teilte E.on Energie am Freitag auf der Bilanzpressekonferenz mit. Danach darf sie ihren 49-prozentigen Bewag-Anteil an HEW veräußern. HEW sichere zu, zur Herstellung einer gleichberechtigten Führung der Bewag 17 Prozent an Mirant weiter zu veräußern. Damit entspricht der Vergleich dem Ende März ausgehandelten Kompromiss.

Diesem hatte der Berliner Senat damals aber nicht zugestimmt. Grund waren die nach Ansicht Berlins nicht ausreichenden Regelungen über die Zukunft der Bewag innerhalb des aus Bewag, HEW und den ostdeutschen Unternehmen Veag, Laubag und Mibrag zu schmiedenden neuen Konzerns, der die "vierte Kraft" auf dem deutschen Strommarkt werden soll. Bis Ende des Monats könnte diese letzte Blockade aber in einem Spitzengespräch beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen (CDU), ausgeräumt werden. Ein genauer Termin dafür steht noch nicht fest. Ein Mirant-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur vwd, dass ein Vergleich geschlossen worden sei, allerdings noch "einige Details" geklärt werden müssten.

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