BfG Bank Die Gemeinwirtschaft hat ausgedient

Das traditionsreiche Geldinstitut ist seit Freitag endgültig schwedisch. Neuer Name ist SEB.

Frankfurt - Nach der Integration in die schwedische Finanzgruppe SEB hat die einstige Bank für Gemeinwirtschaft (BfG) nun auch den Namen ihrer Mutter übernommen. Dies teilte die neue SEB AG in Frankfurt mit.

Das Institut wird sich nun vorwiegend auf die Geschäftsfelder Vermögensverwaltung und Internet-Banking konzentrieren. Mehrere Sparten wurden abgestoßen, der Geschäftsbetrieb der erst zu Jahresbeginn 2001 übernommenen Berliner Deutsche Handelsbank AG sogar eingestellt.

Die SEB (Skandinaviska Enskilda Banken) ist seit Anfang 2000 neuer Eigentümer. Sie hatte das ehemals gewerkschaftseigene Kreditinstitut nach einer "Zwischenstation" Anfang der 90er Jahre bei der Aachener und Münchner Versicherungsgruppe von der staatlichen französischen Credit Lyonnais übernommen.

Personell war dieser Kulturwechsel schon vor der Umfirmierung vollzogen worden. Neuer Vorstandsvorsitzender ist seit gut einem Jahr der Schwede Lars Lundquist. Er hatte BfG-Chef Karl-Heinz Hülsmann abgelöst.