Bankgesellschaft Berlin Unter sich

Senats-Politiker sollen sich geheim mit Aufsichtsamtschef Sanio getroffen haben.

Berlin - Die Mehrheitseigner der Bankgesellschaft Berlin haben vor der für Freitag angesetzten Aufsichtsratssitzung nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" die Lage der Bank mit dem Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) erörtert. Ein Sprecher des BAKred wollte das Treffen von Präsident Jochen Sanio mit den Spitzen des Berliner Senats weder bestätigen noch dementieren.

Das BAKred prüft derzeit die Immobiliengeschäfte der Bank. Konzernchef Wolfgang Rupf sollte nach früheren Angaben dem Aufsichtsrat ein Konzept zur Neustrukturierung des Bank-Konzerns vorlegen, das die hohe Eigenständigkeit der Teilbanken der Bankgesellschaft einschränken soll. Die Prüfungen dauerten weiter an, sagte der BAKred-Sprecher weiter, ohne auf Einzelheiten einzugehen.

Dem Zeitungsbericht zufolge nahmen an dem Treffen mit Sanio der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU), Finanzsenator Peter Kurth (CDU), Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (CDU) sowie der SPD-Landesvorsitzende Peter Strieder und Senator Klaus Böger (SPD) teil. Das Land Berlin hält an der Bankgesellschaft knapp 57 Prozent.