Ford Warten auf den Modellwechsel

Die deutsche Tochter hat im vergangenen Jahr die Verluste verringert und den Marktanteil verbessert.

Köln - Vor allem durch den Verkauf von Ford Credit Europa und die Ausgliederung der Komponenten- und Teileproduktion an Visteon habe das Unternehmen einen Überschuss erzielt, berichtete Vorstandschef Rolf Zimmermann am Donnerstag. Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2000 mit fast 965.000 verkauften Fahrzeugen (1999: rund eine Million) einen Umsatz von 25,6 Milliarden Mark. Den leichten Verkaufsrückgang führt Ford auf die Modellwechsel bei Mondeo, Galaxy und Transit zurück.

Laut Zimmermann verringerten die Ford-Werke im operativen Bereich den Verlust um rund 100 Millionen Mark auf 335 Millionen Mark. Den Gesamt-Gewinn für das Jahr bezifferte er auf 421 Millionen Mark. Die Produktion der Ford-Werke stieg nach Angaben von Finanzvorstand Gerhard Klein im Jahr 2000 von fast 860.000 auf knapp 873.000 Fahrzeuge. Die Exportquote kletterte von 71 auf 73 Prozent. Wichtigster Exportmarkt blieb Großbritannien. Zu dem Minus im operativen Bereich haben laut Klein enorme Währungsverluste beigetragen.

Zehn Prozent Marktanteil in zwei bis drei Jahren

Auf dem heimischen Markt haben die Ford-Werke ihren Marktanteil im Februar 2001 auf 9,6 Prozent gegenüber 6,8 Prozent im Vorjahresmonat verbessert. Für das gesamte Jahr 2001 erwarte er einen Marktanteil von acht bis neun Prozent, sagte Klein. In zwei bis drei Jahren hoffe er, über 10 Prozent zu erreichen.

Meistverkauftes Modell der Ford-Werke war im Jahr 2000 der Ford Focus. Mit gut 392.000 Einheiten übertraf er sein von Ford bereits als sehr gut bezeichnetes Vorjahresergebnis um mehr als 4600 Fahrzeugen. Allein in Deutschland entschieden sich rund 97.000 Kunden für das in Saarlouis gefertigte Modell.

Den zweiten Platz in der Kundengunst im Inland belegte der Ford Mondeo – "ungeachtet eines durch Modellwechsel bedingten Rückgangs der Verkäufe" - mit über 181.000 verkauften Einheiten (1999: 222.500). An dritter Stelle folgte der Fiesta, von dem nach einem Facelift fast 171.000 Modelle verkauft werden konnten - gut 7500 mehr als 1999. Die Produktion des neuen Fiesta soll Ende November in Köln anlaufen.

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