Marks & Spencer Not amused

Die britische Kaufhauskette schließt alle 38 Filialen auf dem europäischen Festland.

London/Köln - Darunter sind auch die beiden deutschen Filialen in Köln und Frankfurt am Main. Insgesamt werden 4390 Arbeitsplätze gestrichen. Außerdem stellt das Unternehmen den Versandhandel in Großbritannien ein. Wie M&S-Chef Luc Vandevelde am Donnerstag mitteilte, zieht das Unternehmen mit diesen strukturellen Änderungen die Konsequenzen aus anhaltend schlechten Verkaufszahlen.

Die Mehrzahl der Arbeitsplätze geht durch die Schließung der europäischen Filialen verloren. In Großbritannien werden 1000 Arbeitsplätze abgebaut, davon 350 in der Londoner Zentrale. "M&S muss eine einfachere Organisation werden", sagte Vandevelde. "Wir werden uns ausschließlich auf unsere Kunden in Großbritannien konzentrieren." Man werde sich vor allem bemühen, das Bekleidungsgeschäft wieder wettbewerbsfähig zu machen.

Den Stammkunden gerecht werden

Im Frühjahr 1998 war Marks and Spencer noch der erfolgreichste britische Einzelhändler mit einem Gewinn von 1,2 Milliarden Pfund. Im vergangenen Jahr wies das Unternehmen einen Gewinn von nur noch 417 Millionen Pfund nach 546 Millionen Pfund im Vorjahr aus. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres (1.4.) sank der Gewinn sogar auf 183 Millionen Pfund. Marks and Spencer ist von Kritikern immer wieder vorgeworfen worden, im Modebereich ein zu hausbackenes Angebot zu machen. Andererseits wendeten sich traditionelle Kunden angesichts des Bemühens, flotter zu erscheinen, ab.

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