Börsenbarometer Der Funke springt nicht über

RWE-Chef Dietmar Kuhnt baut den Energie-Konzern weiter um. Vielleicht kann sein jüngster Coup - die DEA-Kooperation mit Shell - die Aktionäre für ihn begeistern.

Hamburg - Da kann Dietmar Kuhnt wohl machen was er will, RWE bleibt ein Synonym für die "old economy". Darauf lässt zumindest die Meinung der Privatanleger schließen. Vor allem die älteren Aktionäre setzen auf den 63-jährigen RWE-Chef. Mit 41 Prozent Zustimmung zu seiner Geschäftspolitik schneidet er bei den über 50-Jährigen am besten ab, und nur jeder vierte in dieser Altersgruppe kann sich nicht für ihn begeistern.

Bei den unter 30-Jährigen kommt Kuhnt dagegen überhaupt nicht an. Nur jeder Dritte traut ihm zu, den Kurs der RWE-Aktie nachhaltig zu steigern. Und trotz "Internet aus der Steckdose" glauben 35 Prozent der Jung-Aktionäre, dass Kuhnt nicht der richtige Mann an der Spitze ist.

Auch zu den Anlegerinnen will der Funke nicht recht überspringen. 41 Prozent von ihnen kennen den Strom-Manager nicht. Von knisternder Spannung also keine Spur. Fazit: Strom macht nicht sexy.

Auch der Aktienkurs konnte zuletzt keine Hochgefühle vermitteln. Vom 52-Wochen-Hoch Ende November hat das RWE-Papier in den vergangenen Monaten über 20 Prozent abgegeben. Mit aktuell gut 40 Euro kann RWE-Chef Kuhnt aber seit seinem Amtsantritt als Vorstandschef vor sechs Jahren immerhin ein Plus von 100 Prozent verzeichnen.

Größter RWE-Aktionär ist mit 11,6 Prozent die Allianz. Damit rangiert die Versicherung vor der RWE Holding mit 10,9 Prozent und der Kommunalen Energie Beteiligungsgesellschaft mit zehn Prozent.

Arne Stuhr

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