WGZ-Bank Eigene Linie

Vorstands-Chef Böhnke erteilt einheitlicher Zentralbank erneut Absage.

Düsseldorf - Die Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank will sich auch weiter nicht an der Bildung einer genossenschaftlichen Zentralbank beteiligen. Stattdessen kündigte der Vorstandsvorsitzende Werner Böhnke am Mittwoch an, 50,1 Prozent der Aktien an der Westfälischen Hypothekenbank (WestHyp), erwerben zu wollen.

Zudem sei eine Allianz mit der niederländischen Rabobank vereinbart worden, die zur Straffung ihres Geschäfts alle Tätigkeiten für ihre niederländischen Firmenkunden in Deutschland auf die WGZ-Bank übertragen werde.

Am Dienstag hatten die Aufsichtsräte der GZ-Bank und der DG-Bank einer Fusion zugestimmt. Böhnke lehnte eine Beteiligung der WGZ-Bank an der künftigen Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank (DZ-Bank) erneut ab. Seine Position habe sich nicht verändert. Dies heiße nicht, dass man eine Neuausrichtung des Finanzverbundes nicht aktiv mitgestalten wolle.

Besonders im Internetbereich habe man gemeinsame Vorhaben in der „Pipeline“, betonte Böhnke. Eine "überhastete" Fusion komme für ihn aber schon deshalb nicht in Frage, weil bei derartigen Projekten stets die Gefahr bestehe, dass man sich zu sehr mit den eigenen Strukturen befasse statt mit den Wettbewerbern und den Kunden.

120 Firmen-Kunden wechseln zur WGZ-Bank

Aus dieser Position heraus habe man sich entschlossen, gemeinsam mit der Signal Iduna 75 Prozent der Aktien an der WestHyp zu übernehmen, sagte der Vorstandsvorsitzende weiter. Mit ihrem Fokus auf gewerbliche Immobilienkunden werde die WestHyp das Angebot der WGZ-Bank und der gesamten genossenschaftlichen Gruppe abrunden und erweitern.

Zum Geschäftsvolumen, das die WGZ-Bank von der Rabobank übernehmen werde, äußerte sich Böhnke nicht und nannte auch keine Gegenleistungen für den niederländischen Partner. Er gab die Zahl der zu übernehmenden Firmenkunden mit 120 an, die allesamt dem Mittelstand zuzurechnen seien. Bis zum 30. Juni sollten die Einzelheiten hierzu geregelt sein, so Böhnke.

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