Banken-Ehe Das Aufgebot ist bestellt

Der Weg für die Fusion der genossenschaftlichen Spitzeninstitute DG Bank und GZ-Bank ist frei.

Frankfurt - Am Dienstag stimmte der Aufsichtsrat der GZ-Bank einer Grundsatzvereinbarung über die strategische Ausrichtung und Struktur der neuen "DZ Bank" zu. Vergangene Woche hatte bereits der Aufsichtsrat der DG Bank grünes Licht für den geplante Zusammenschluss gegeben. Mit 600 Milliarden Mark Bilanzsumme würde das sechstgrößte deutsche Geldhaus entstehen.

Nach Angaben eines GZ-Bank-Sprechers sollen Bewertungsgutachten und Verschmelzungsbericht bis Ende Juni vorliegen. Die Aufsichtsräte müssten anschließend dem Umtauschverhältnis zustimmen, im August sollen die Aktionäre den Deal auf einer außerordentlichen Hauptversammlungen absegnen. Vorstandsvorsitzender des neuen Institutes soll GZ-Bank-Chef Ulrich Brixner werden.

Die DG Bank ist das Spitzeninstitut der genossenschaftlichen Bankengruppe. Sie hatte im vergangenen Jahr einen um 1,36 Milliarden Mark auf rund 1,752 Milliarden Mark deutlich gestiegenen Risikobedarf verzeichnet. Die GZ-Bank war vor rund einem Jahr aus dem Zusammenschluss zwischen der SGZ-Bank und deren Stuttgarter Schwesterinstitut GZB-Bank entstanden. Sie ist Geschäftsbank für etwa 600 Volks- und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Mit dem Namen DZ Bank knüpfe man an historische Bezüge an, hieß es weiter. So sei bereite 1972 im Handelsregister in Frankfurt eine Gesellschaft mit dieser Firmierung eingetragen worden. Sie sollte als Kern für die dann doch nicht erfolgte Verschmelzung der Zentralbanken mit der damaligen Deutschen Genossenschaftskasse dienen.

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