Nokia Stellenabbau im Internet-Bereich

Auch der Handy-Marktführer baut Stellen ab. Bis zu 400 Mitarbeiter gehen.

Helsinki - Der Abbau der Arbeitsplätze solle im zweiten Quartal dieses Jahres beginnen, teilte das finnische Unternehmen am Dienstag mit. Der weltgrößte Mobiltelefonhersteller Nokia will nach eigener Aussage eine straffere Organisation vor allem im Internetsektor erreicht werden.

"Dieses Geschäftsfeld wird seine Aktivitäten künftig auf zwei Sektoren konzentrieren, um Kundenanforderungen gerecht zu werden", teilte das Unternehmen am Dienstag in Helsinki mit. Die Geschäftsfelder würden in Broadband Access (Breitband-Zugang) und Narrowband Access (Schmalband-Zugang) unterteilt werden.

Die Veränderungen und der harte Wettbewerb auf dem US-Markt hätten die Entscheidung maßgeblich beeinflusst, hieß es. Vor allem in Forschung und Entwicklung würden Stellen abgebaut, um weniger, aber stärker fokussierte Websites anzubieten. Nokia kündigte an, den betroffenen Mitarbeitern bei der Suche einer neuen Stelle - innerhalb oder außerhalb des Unternehmens - zu helfen.

Der Nokia-Aktienkurs brach im frühen Handel zunächst ein, konnte sich aber wieder erholen und notierte am Mittag 1,2 Prozent im Minus bei 30,52 schwedischen Kronen. Petri Korpineva, Analyst der Evli Securities, sah darin ledigliche eine technische Reaktion: "Die Nokia-Aktien sind in den letzten Tagen stark gestiegen. Die Investoren nehmen jetzt ihre Gewinne mit nach Hause."

Die Nachricht über den Stellenabbau habe keine Auswirkungen. "Der betroffene Bereich ist nicht sehr groß und gemessen an der Größe des Unternehmens sind 300 bis 400 Arbeitsplätze nicht viel." Nokia hat weltweit 60.000 Mitarbeiter.

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