Bertelsmann Die Entdeckung der kleinen Leser

"Harry Potter" hat den Konzern auf die Idee gebracht, in das Geschäft mit Kinderbüchern einzusteigen.

Hamburg - Die Bertelsmann Buch AG wolle dazu einen deutschen Verlag übernehmen, sagte Peter Olson, Chef des Bertelsmann-Verlags Random-House und künftiger Buchvorstand im Bertelsmann- Konzern.

"In diesem Bereich sind wir noch relativ klein in Deutschland", meinte Olson in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" auf der Buchmesse in Leipzig. Kinder- und Jugendbücher gehörten zu den stark wachsenden Geschäftsfeldern. Nicht zuletzt Bestseller-Erfolge wie Harry Potter hätten zu einem Aufschwung beigetragen, von dem nun alle Verlage profitierten.

Der Aufbau eines eigenen Kinder-und Jugendbuchverlags sei bei Bertelsmann indes nicht geplant. "Das würde zu lange dauern."

Olson wird vom 1. April an den neuen Vorstandsposten für das Buchgeschäft von Bertelsmann übernehmen und als Nachfolger von Frank Wössner das größte Verlagshaus der Welt leiten.

Zugleich wird die Bertelsmann Buch AG in die Verlagsgruppe Random House umfirmiert und die Sparte Buchclubs an die Direct-Group Bertelsmann ausgegliedert. Random House Inc. ist der international größte Verleger englischsprachiger Bücher und gehört seit 1998 zum Bertelsmann-Konzern.