Motorola Weitere Streichungen

Die Entlassungswelle rollt weiter über den angeschlagenen Mobiltelefonriese hinweg.

Schaumburg/USA - Motorola wolle weitere 4000 Arbeitsplätze streichen, teilte das Unternehmen am Freitag am Firmensitz in Schaumburg in den USA mit. Das zweitgrößte Unternehmen auf dem Handy-Markt hat damit seit Dezember den Abbau von 22.000 Arbeitsplätzen angekündigt.

Motorola hat die bisherigen Stellenstreichungen in mehreren Erklärungen seit Dezember angekündigt. Zuletzt wurde am 13. März der geplante Abbau von 7000 Stellen berichtet.

Motorola hatte seine Spitzenstellung auf dem Markt vor zweieinhalb Jahren an Nokia verloren. Im letzten Quartal 2000 sank jedoch der Marktanteil des Unternehmens auf 13 Prozent gegenüber 34 Prozent für Nokia.

Nach den Stellenstreichungen wird Motorola noch rund 125.000 Menschen beschäftigen.

Einstellungsstopp bei Motorola-Konkurrent Ericsson

Der ebenfalls angeschlagene schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson hat einen Bericht der Stockholmer Zeitung "Dagens Nyheter" bestätigt, nachdem ein sofortiger Einstellungsstopp verfügt worden sei.

Wie Ericsson am Freitag mitteilte, werde man im Rahmen eines "Sparprogramms" den Bedarf von Mitarbeitern zukünftig durch interne Ressourcen und Umstrukturierungen zu decken versuchen. Genaueres zur neuen Personalpolitik will das schwedische Unternehmen erst in der nächsten Woche bekannt geben.