Airbus Kunde will Flugzeuge nicht

Das Konsortium hat einen Milliarden-Auftrag verloren. American Airlines will 45 Maschinen nicht.

Paris - Der Auftrag umfasste Flugzeuge im Wert von insgesamt 1,8 Milliarden Dollar (knapp vier Milliarden Mark). Die US-Fluggesellschaft wolle die Maschinen nun doch nicht kaufen, schrieb die französische Wirtschaftszeitung «Les Echos» am Donnerstag. Ein Sprecher der europäischen Airbus Industrie in Toulouse wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen.

American habe die Airbus-Verträge beim Kauf der US-Gesellschaft TWA mit übernommen, schrieb "Les Echos". Die Maschinen der Typen A318 und A319 hätten bis 2003 ausgeliefert werden sollen.

Indessen teilte Airbus mit, dass die algerische Khalifa Airways 18 Flugzeuge bestellt habe. Mit der Auslieferung werde 2004 begonnen. Nach Katalogpreisen hat die Order einen Gesamtwert von 1,5 Milliarden Dollar.

100 Bestellungen für den Super-Flieger bis Ende des Jahres

Airbus rechnet für den geplanten Großraumflieger A380 mit insgesamt 100 Aufträgen bis Ende 2001. Bisher hat Airbus Aufträge für 62 Maschinen des mit 555 Sitzen größten Passagierflugzeugs der Welt in den Büchern, sagte Airbus-Vertriebschef John Leahy am Donnerstag in Toulouse.

Im Januar hatte die Tochtergesellschaft des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS erklärt, in den nächsten 18 Monaten Bestellungen für rund 50 A380-Flugzeuge zu erwarten.

Bislang größter Airbus rollt aus der Halle

An diesem Freitag soll in Toulouse mit dem neuen Airbus A340-600 die bislang größte Herausforderung für die US-Konkurrenz Boeing aus der Fertigungshalle rollen. Die ersten der neuen Riesen sollen Anfang kommenden Jahres in den Liniendienst gehen.