Procter & Gamble Immer mehr müssen gehen

Der Stellenabbau beim größten US-Konsumgüterhersteller geht weiter. Knapp 10.000 Plätze verschwinden.

Cincinnati - Procter & Gamble (Pampers, Always, Pringles, Oil-of-Olaz, Ariel, Punica) wird seine Belegschaft weltweit um 9600 Angestellte reduzieren. Das entspreche neun Prozent der Gesamtzahl und diene der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie der Schaffung langfristigen Wachstums, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Rund 40 Prozent der Entlassungen sollen in den USA vorgenommen werden, hieß es. Davon entfielen wiederum ein Drittel auf den Fertigungssektor und zwei Drittel auf den Rest der Belegschaft.

Zusätzlich zu den am Donnerstag angekündigten Entlassungen werde Procter & Gamble den bereits 1999 beschlossenen Abbau von 7800 Arbeitsplätzen in die Tat umsetzen. Damit belaufe sich die Gesamtzahl der überflüssig gewordenen Angestellten auf 17.400.

Um die eigene Fertigung wettbewerbsfähig zu halten, würden zudem einige Standorte sowie verschiedene Produktionsmodule wegfallen. Bis zum Jahr 2003 sollen die neuen Maßnahmen zu Einsparungen von 600 bis 700 Millionen Dollar führen. Die Umstrukturierung wird 1,4 Milliarden Dollar vor Steuern kosten.

Procter & Gamble führt rund 300 Marken und bedient damit nach eigener Zählung rund fünf Millionen Endkunden in 140 Ländern.