Mitsubishi Strikter als erwartet

Die Zahlen stehen fest - der DaimlerChrysler-Partner streicht 14 Prozent seiner Stellen.

Tokio - Der von Schulden geplagte japanische Autobauer Mitsubishi Motors will die Zahl seiner Stellen um rund 14 Prozent reduzieren und plant eine deutliche Senkung der Materialkosten und Produktionskapazitäten. Das Unternehmen gab am Montag in Tokio bekannt, durch den angekündigten Restrukturierungsplan im kommenden Geschäftsjahr 2001/2002 (zum 31. März) wieder die Gewinnschwelle erreichen zu wollen.

Der für das Tagesgeschäft zuständige Chief Operating Officer (COO) Rolf Eckrodt kündigte in einer Pressekonferenz ferner an, die Zahl der Auto-Plattformen halbieren zu wollen. Der viertgrößte japanische Hersteller erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2000/2001 nach früheren Prognosen einen Nettoverlust von rund 1,3 Milliarden Euro.

Der Autohersteller teilte weiter mit, der vorgestellte Restrukturierungsplan werde 100 bis 150 Milliarden Yen kosten. Das Unternehmen hatte zuvor die Eckpunkte seine Umbauplans präsentiert. Demnach sollen 9500 der weltweit 65.000 Stellen bis zum Jahr 2003 gestrichen und ein Werk geschlossen werden. So werde die Schließung des Werkes in Nagoya erwogen.

Zudem sollten 20 Prozent der Produktionskapazitäten gestrichen und bis 2003 etwa 15 Prozent der Materialkosten eingespart werden. Ebenfalls bis 2003 will das Unternehmen den weiteren Angaben zufolge eine operative Gewinnmarge von 4,5 Prozent erreichen.

Das Kostensenkungsprogramm des japanischen Autobauers ist Teil eines globalen Restrukturierungsplans des deutsch-amerikanischen Autokonzerns DaimlerChrysler, der am Montag ebenfalls einen Umbauplan für die US-Tochter Chrysler präsentieren will. DaimlerChrysler ist an Mitsubishi mit 34 Prozent beteiligt.

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