Preussag "Wir wollen stärker wachsen als der Markt"

Blick über den großen Teich - Konzern-Chef Michael Frenzel will in den USA expandieren.

Hamburg - Nach seiner rasanten Expansion in Europa nimmt der Touristikkonzern Preussag (TUI) jetzt den US-Markt ins Visier. "Als Weltmarktführer in der Touristik gibt es für uns keinen Grund, langfristig nicht in den USA vertreten zu sein", zitierte die "Welt am Sonntag" Preussag-Vorstandschef Michael Frenzel.

Im Augenblick habe die Integration der europäischen Aktivitäten aber Priorität. Preussag hatte letztes Jahr den britischen Veranstalter Thomson übernommen und den Einstieg bei der französischen Nouvelles Frontieres bekannt gegeben. Frenzel hält den Angaben zufolge die Welle der Konsolidierung in der Touristik weitgehend für abgeschlossen. Arrondierende Akquisitionen aber werde es immer geben, sagte er.

Einkauf in Spanien

Preussag sei dabei, seine Aktivitäten in Spanien aufzubauen. Frenzel bestätigte, dass Gespräche mit den Eigentümern des Reiseunternehmens Viajes Marsans geführt würden. Denkbar seien aber auch andere Modelle, zum Beispiel, dort eine eigene Organisation aufzubauen.

In diesem Jahr rechnet Preussag nach Angaben seines Vorstandschefs mit einem Wachstum des Touristikmarktes von drei bis vier Prozent. "Natürlich werden wir versuchen, stärker als der Markt zu wachsen", sagte Frenzel.

Das Online-Geschäft setzt sich durch

Besonders gefragt sei in diesem wie schon im vorigen Jahr die Türkei. Aber auch in Bulgarien und Kroatien sehe der Preussag-Chef gute Wachstumschancen. Zuwachs erwarte der Preussag-Chef auch beim Internet-Geschäft.

"Wir rechnen damit, dass die Branche bis 2005 zwischen fünf und zehn Prozent des Geschäfts online erzielt", wurde er zitiert. In Deutschland mache Preussag derzeit 1,5 Prozent des Umsatzes über das Internet. In Skandinavien liege diese Quote schon bei bis zu 15 Prozent.

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