General Motors "An der Gewinnprognose 2001 ändert sich nichts"

Wegen der schwachen Nachfrage wird in 14 Werken die Produktion auf Eis gelegt.

Detroit - Der weltgrößte Autokonzern General Motors (GM) will als Reaktion auf die schwache Autokonjunktur in den USA bis Juni 14 seiner 29 nordamerikanischen Werke zeitweise schließen. Das US-Unternehmen teilte am Donnerstag in Detroit mit, dadurch sollten die Lagerbestände an bereits produzierten Fahrzeugen reduziert werden. Betroffen von den Produktionspausen seien rund 37.500 Arbeiter und 3000 Angestellte.

GM-Sprecher Tom Wickham sagte, um welchen Umfang die Produktionspläne dadurch gekürzt würden, werde am 1. März bekannt gegeben. GM beschäftigt in Nordamerika 170.000 Arbeiter. Analysten hatten mit den Produktionseinschränkungen gerechnet, nachdem das Unternehmen im Januar den Lagerbestand an fertigen Fahrzeugen mit 100 Verkaufstagen beziffert hatte. Der Industriestandard liegt bei vorproduzierten Fahrzeugen für einen Verkaufszeitraum von 60 Tagen.

Geteiltes Leid

GM leidet ähnlich wie die Konkurrenten Ford und Chrysler unter der sich stark abschwächenden Autokonjunktur in den USA. Neben der generellen Nachfrageschwäche hatten die drei großen US-Anbieter zuletzt Marktanteile an ausländische Konkurrenten - vor allem an asiatische Hersteller - verloren, die den US-Firmen auf ihrem Stammgebiet der Geländewagen und Großraumlimousinen zunehmend Konkurrenz machen.

GM bekräftigte am Donnerstag allerdings seine Gewinnprognose für das erste Quartal und für das Gesamtjahr 2001. So werde der Gewinn aus dem Autogeschäft in Nordamerika in diesem Jahr zwei Milliarden Dollar oder mehr betragen. Für das erste Quartal werde wie von Analysten erwartet mit einem Gewinn je Aktie von 25 Cents gerechnet, im gesamten Jahr sollte der Gewinn 4,25 Dollar pro Aktie betragen.

Acht-Punkte-Plan zur Neuausrichtung von Opel

GM kündigte zudem an, bald einen Plan zur Verbesserung seines europäischen Geschäfts zu präsentieren. In diesem Jahr werde dort eine wesentliche Verbesserung erwartet. Wichtigster Teil des europäischen Geschäfts ist die deutsche Adam Opel AG, deren operativer Verlust im vergangenen Jahr auf 982 Millionen Mark zugenommen hatte.

Ebenso ist nach Firmenangaben ein Acht-Punkte-Plan zur Neuausrichtung des japanischen Partners Isuzu vorgesehen. Der Lastwagen- und Geländewagenhersteller, an dem GM mit 49 Prozent beteiligt ist, schreibt ebenfalls Verluste.

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