Rover Kämpft gegen vernichtende Gerüchte

Das Unternehmen fühlt sich kerngesund und weist Liquiditätsprobleme weit von sich.

London - Der britische Automobilhersteller MG Rover hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach die Barmittel des Unternehmens bis zum Jahr 2002 erschöpft seien. Der Bericht sei irreführend und scheine ein Versuch zu sein, den Geschäften des Unternehmens zu schaden, teilte Rover am Sonntag mit. In dem durch den derzeitigen Geschäftsplan abgedeckten Fünf-Jahres-Zeitraum verfüge Rover über einen positiven Barmittelbestand.

In einem Artikel der britischen "Sunday Times" hatte es zuvor geheißen, nach Einschätzung des Boards von Rover werde das Unternehmen bis zum März 2002 seinen Barmittelbestand aufgebraucht haben, falls bis dahin kein Partner gefunden sei, der bis zu umgerechnet 1,24 Milliarden Mark in den Automobilhersteller investiere.

Zudem hatte die Sonntagszeitung unter Berufung auf einen Brief an Rover-Händler berichtet, der Automobilproduzent plane eine Erhöhung seiner Fahrzeugpreise in Großbritannien.

Dem hielt das Unternehmen entgegen, dass es seine Autopreise in Großbritannien nicht zu erhöhen plane, und schon gar nicht das Händlernetzwerk über eventuelle derartige Schritte informiert habe. Nach Angaben von Rover hat das Unternehmen zudem in den vergangenen drei Monaten über den Planungen liegende Umsätze erwirtschaftet. Rover werde daher nicht nur seine Ziele erfüllen sondern sie sogar übertreffen, hieß es weiter.

Der BMW-Konzern hatte im Mai seine damalige Tochter Rover für einen symbolischen Preis von 10 Pfund an das Phoenix-Konsortium verkauft, das Rover mittlerweile kontrolliert. In jüngster Zeit waren immer wieder Spekulationen aufgetaucht, wonach der Automobilproduzent Liquiditätsprobleme haben könnte und die derzeitigen Besitzer nicht über die nötige Strategie verfügten, das langfristige Überleben des Unternehmens zu sichern.

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