USA und Kanada Sechs Kinder tot - Ikea ruft Kommoden zurück

Amerikanische Behörden machen Ikea für den Tod von mindestens sechs Kindern verantwortlich. Sie kamen durch umstürzende Kommoden ums Leben. Der Konzern startet eine riesige Rückholaktion.
Ikea-Kommode fällt auf Kind: Simulation der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC

Ikea-Kommode fällt auf Kind: Simulation der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC

Foto: CARLOS HAMANN/ AFP

Nach dem Tod von mehreren Kleinkindern durch umstürzende Möbel ruft Ikea in den USA und Kanada 29 Millionen "Malm"-Kommoden zurück.

Die amerikanische Verbraucherschutzbehörde CPSC macht umgefallene Möbel des schwedischen Unternehmens für den Tod von mindestens sechs Kindern unter drei Jahren verantwortlich. Die Kommoden seien nicht sicher, wenn sie nicht an der Wand befestigt seien, teilte die Behörde mit. Auch Ikea mahnte seine Kunden dringend, die Möbel anzudübeln.

Die Kinder verunglückten nach Ikea-Angaben tödlich, als sie die Kommoden zu erklimmen versuchten. Die Möbel waren nicht an der Wand befestigt, wie es in der Montageanleitung vorgeschrieben wird.

Einige der Todesfälle sind nach Angaben der Behörde sehr lange her. Ein Kind starb bereits vor 27 Jahren, die anderen Fälle stammen aus den Jahren 2002 bis 2016. Die CPSC weiß nach eigenen Angaben darüber hinaus von 36 Fällen, in denen Kinder verletzt wurden.

Der Rückruf gilt nur für Kunden in den USA und Kanada. Betroffen sind mehrere Modelle von "Malm"-Kommoden beziehungsweise Regalen mit Schubkästen. Nach Angaben von Ikea geht es um Kindermöbel mit einer Höhe von mehr als 60 Zentimetern und mehr als 75 Zentimeter hohe Einrichtungsgegenstände für Erwachsene.

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